Wohnraumförderungsgesetz

Das Wohnraumförderungsgesetz liefert die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Wohnraumförderung auf Länderebene. Auf der Grundlage des Gesetzes können die einzelnen Bundesländer ihre eigenen Förderrichtlinien entwickeln und zukünftige Bauherren fördern. Dieses tun auch nahezu alle Bundesländer, solange die Wohnförderung finanzierbar bleibt. Das Wohnraumfördergesetz ist dabei als ein Grundgerüst zu verstehen.


Zweck und Zielgruppe des Wohnraumförderungsgesetzes

Zweck und Zielgruppe des Wohnraumförderungsgesetzes lassen sich direkt in § 1 des Gesetzestextes finden. Hier wird verdeutlicht, dass u. a. Personen gefördert werden sollen, die sich ohne eine Förderung aufgrund der Marktlage nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können. Dabei soll das Gesetz nicht nur helfen, dass Mietwohnungen für diese Zielgruppe in ausreichendem Maße entstehen, sondern auch, dass die Bildung von selbst genutztem Wohneigentum durch diese Zielgruppe gefördert wird. Insbesondere auf Familien, Behinderte und Haushalte mit Kindern, die ohne eine Förderung kaum Chancen auf den Erwerb von Wohneigentum haben, wird hier Bezug genommen. Bleibt die Frage, wann angenommen werden kann, dass potenzielle Häuslebauer ohne Förderung chancenlos wären. Beantworten lässt sich diese Frage durch einen Blick auf die Einkommensgrenzen, die das Wohnraumförderungsgesetz festlegt.

Einkommensgrenzen

Die Einkommengrenzen, die gelten sollen, wenn Förderungen in Anspruch genommen werden, lassen sich in § 9 des Wohnraumförderungsgesetzes finden. Unterschieden wird hier zunächst nach Einpersonen- und Zweipersonenhaushalten. Für einen Einpersonenhaushalt gilt dabei die Einkommensgrenze von 12.000 Euro, bei einem Zweipersonenhaushalt liegt sie mit 18.000 Euro etwas höher. Sind weitere Personen im Haushalt vorhanden, erhöht dieses die Einkommensgrenze pro Person um 4.100 Euro. Für Kinder ist neben diesem Erhöhungssatz zusätzlich eine weitere Erhöhung um 500 Euro vorgesehen. Wie das Einkommen dabei ermittelt werden muss, wird in Teil 2, Abschnitt 2, § 20-24 festgelegt.

Soweit die Theorie des Wohnraumförderungsgesetzes. Die hier benannten Einkommensgrenzen werden für viele Bauwillige allerdings nur bedingt eine Rolle spielen – die Regierungen der Bundesländer können von diesen Einkommensgrenzen abweichen und tun dieses auch häufig. So ist es mitunter auch möglich, Fördermittel zu erhalten, wenn man den strengen Einkommensgrenzen des Wohnraumförderungsgesetzes nicht entsprechen kann.


Wie nach dem Wohnraumförderungsgesetz gefördert werden kann

Als Fördermittel werden in § 2 Absatz 2 des Wohnraumförderungsgesetzes u. a. Darlehen zu Vorzugsbedingungen und Zuschüsse benannt. Zudem wird auch auf Bürgschaften, Gewährleistungen, Garantien sowie verbilligtes Bauland Bezug genommen. Welche Förderungen im Einzelfall infrage kommen, ist abhängig von den Programmen, die auf Länderebene vorgesehen sind.

Von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Förderungen

Da das Wohnraumförderungsgesetz nur das Grundgerüst der Wohnraumförderung auf Länderebene ist, unterscheiden sich die Fördermöglichkeiten von Bundesland zu Bundesland mitunter stark. Zukünftige Bauherren sollten aus diesem Grunde sorgfältig prüfen, welche Optionen sich in ihrem Bundesland eröffnen. Dabei ist auch darauf zu achten, dass das Einhalten von Einkommensgrenzen nur eine Voraussetzung für die Förderung ist. Welche weiteren Voraussetzungen es gibt, verrät das Wohnraumförderungsgesetz sowie die jeweilige Beschreibung des ausgewählten Förderprogramms.